Mir wurde von der überforderten Nachtschwester die Medikamente verweigert. Sie wahr sehr unhöfflich und sichtlich überfordert da sie für mehrere Stationen zuständig wahr.
Ausserdem brach ich mir dort meinen Arm, es hiess wir können jetzt nicht tun da keine Ärzte anwesend seien.
Daraufhin verlangte ich meinen sofortigen Auftritt und musste notfallmässig selbständig in den Notfall vom Spital Baden
C
Carmen Ugolini
28. November 2025
Alle (Station A2) von der Pflege wie auch die Ärzte, waren äusserst hilfsbereit und sehr nett. Die Hotellerie sehr aufmerksam und freundlich. Das Essen hervorragend, und immer abwechslungsreich. Die Physiotherapien waren Gruppentherapien, ob Velo oder Gymnastik, es wurde für meinen Teil zu wenig auf den Einzelnen Patienten eingegangen. Die Schulungen waren intressant und informativ.
R
Rahelis
06. November 2025
Gemischte Erfahrung– vieles wunderbar, manches enttäuschend.
Die Klinik liegt in einer traumhaften, fast märchenhaften Umgebung: stille Wege, Tiere, Wälder, Aussicht wie ein Postkartenmotiv. Die Zimmer sind gross, ruhig und sauber, mit Balkon, relativ gutem WLAN, sogar Wärmekissen sowie Aromatherapien auf Wunsch. Das Essen wird modern selbst über eine Maschine bestellt – flexibel und abwechslungsreich- extrem lecker, grosses Kompliment an die Küche!! Getränke, Sirups, Kühlschrank, gemeinsames Piano, Spiele, Veranstaltungen, Spaziergänge, Waschen gratis, Massageliege frei: Das Haus schafft eine warme, fast familiäre Atmosphäre- top.
Auch das Personal an der Rezeption und viele Mitarbeitende sind sehr freundlich, hilfsbereit und offen. Speziellen Dank an Frau Kunz von der Pflege und Frau Tonn, Kunsttherapeutin. Neue Wünsche werden oft schnell umgesetzt von den Therapeuten. Man fühlt sich willkommen – besonders auch von den Mitpatienten.
Doch wo Licht ist, liegt manchmal auch Schatten:
Der Tagesablauf ist streng geregelt, besonders die Essenszeiten früh und fix auf die Minute, etwas länger schlafen, selbst am Samstag nie möglich. Rückzugsorte sind extrem begrenzt, da man ausser der Toilette selten allein sein kann und das Dorf unter der Woche nicht erlaubt ist – Isolation, obwohl die Natur vor der Tür ruft. Einige Therapeuten lassen Gruppen eher laufen, statt sie zu leiten, und therapeutische Qualität scheint stark von der jeweiligen Person abzuhängen. Ein Wechsel ist kaum möglich, selbst wenn es überhaupt nicht passt. Dann muss der Patient gehen.
Für körperliche Beschwerden, Schmerzen oder Krankheit fühlt man sich meist allein gelassen und kaum beraten: Medikamente müssen stets ärztlich verordnet werden- sogar ein Dafalgan, Ärzte sind schwer erreichbar oder genervt, und Pflegepersonal wirkt stellenweise distanziert. Wenn es um Traumatherapie geht, gibt es keine spezialisierte Fachperson – obwohl viele Patient:innen genau dafür dort sind. Kritik oder Feedback wird oft als Angriff gewertet statt als Verbesserungsmöglichkeit, das Problem stets beim Patienten gesucht und Konflikte werden eher über Umwege kommuniziert und mit Vorwürfen. Patienten fühlen sich schnell als „Nummer im System“, statt als Mensch mit Geschichte.
Fazit:
Ein Ort voller Ruhe, Natur, Freundlichkeit und schönen Annehmlichkeiten – ideal für Menschen, die eine sanfte, entschleunigte Erholung brauchen und wenig körperliche oder traumatherapeutische medizinische Begleitung benötigen.
Für Patienten mit komplexen körperlichen Beschwerden oder tiefgreifender Traumatherapie jedoch leider unpassend: zu wenig medizinische Präsenz, kaum fachliche Spezialisierung, teils mangelnde Professionalität des Personals- bes. Ärzteteam mit Dr. Zehnpfennig, wenig Raum für Rückzug und wenig Flexibilität in der Betreuung.
Ein Haus mit Herz und Schwächen – ein sicherer Hafen für einige, ein herausfordernder Zwischenstopp für andere. Danke trotzdem für die Zeit, das Gelernte und alles Positive, mir half der Aufenthalt im Allgemeinen. 3,5/5
H
Hofstetter Thomas
16. October 2025
Das Pflegefachperson war sehr freundlich und das essen war ausgezeichnet hervorragend. Die Zimmer waren sauber. Die Klinik war oben fast im Wald drin einfach herrlich gelegen mit viel Natur rundherum und im Herbst ist es ein Traum hier spazieren zu gehen. Sehr schön zum laufen um sich zu entspannen.
J
Joel Studer
08. October 2025
Nach langem Überlegen habe ich mich nun doch dazu entschieden, meine eigene Rezension zu schreiben. Zum einen als Reflektion für mich selbst, zum anderen aber auch als Warnung für andere.
In meinen zwei Monaten, die ich in der Klinik verbrachte, habe ich immer wieder erlebt, wie der Begriff "Evidenzbasiert” als Rechtfertigung für ein höchst unflexibles Therapieverfahren genutzt wird und auch gebraucht wird, um jegliche Kritik an der Klinik abzuweisen.
“Evidenzbasiert” heisst für die Klinik Barmelweid, dass sich alle Klienten unabhängig von ihren Problemen, Einschränkungen, oder auch Diagnosen demselben Pflichtprogramm aussetzen müssen. Dieses “evidenzbasierte” Pflichtprogramm kann bei einigen Klienten Dinge auslösen, die die Klinik nicht fähig ist aufzufangen. Spricht man den fehlenden Support an, wird einem vorgeworfen, dass man eigentlich selbst schuld sei, schließlich sei die Selbstregulation ja Eigenverantwortung.
Nach Wochen von immer wiederkehrenden "evidenzbasierten" Grenzerfahrungen, gefolgt von fehlendem Support, wiederum gefolgt von Schuldvorwürfen, ist es schon fast selbstverständlich, dass man aus reinem Selbstschutz anfängt zu blockieren. Zu schade, denn dann kommt der Vorwurf, dass man sich Therapie resistent verhalte. Einmal mehr ist man selbst schuld, weil man ja schließlich keine Eigenverantwortung trägt und sich bei der "evidenzbasierten" Therapie widersetzt. Sechs Wochen hat es gedauert, bis mir endlich jemand wirklich zugehört hat, von einer therapeutischen Zusammenarbeit habe ich nur selten etwas mitbekommen.
Interessanterweise scheint die Disziplin der Eigenverantwortung rein für die Klienten bestimmt zu sein. Die Klink selbst weist im Umgang mit den Klienten, die nicht in ihr System passen, jegliche Verantwortung von sich und zeigt, dass sie nicht fähig ist, auf unterschiedliche Bedürfnisse acht zu nehmen. Oft zum Leidtragen des Klienten.
Die Mischung aus neoliberaler Rhetorik, Fachkräftemangel, fehlendem Support und mangelnden Fachkompetenzen hat bei mir bleibende Spuren hinterlassen, die mich auch ein halbes Jahr später noch immer stark belasten. Ich bedaure die zwei Monate, die ich in der Klinik Barmelweid verloren habe und würde aus diversen, teils auch nicht aufgelisteten Gründen von einem Aufenthalt abraten. Mich selbst wird man dort nicht noch einmal antreffen.